Finden Sie
Einrichtungen und Angebote
in Ihrer Nähe:

Filter

Suchen Sie
nach einem Stichwort:


Stöbern Sie im Terminkalender:

< August 2017 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31      

Teilen Sie dem Ordnungsamt
ein Problem mit, das den
öffentlichen Raum betrifft:


meinBerlin – die Plattform
auf der alle öffentlichen
Beteiligungsverfahren der
Verwaltungen des Landes
Berlin erreichbar sind.
Machen Sie mit!

Malchow, Wartenberg und Falkenberg

Hohenschönhausen Stadtplan

Informationen zum Stadtteil

Landschaft:

Wege aus der Hauptstadt

Eine zwischen den ehemals eigenständigen Dörfern befindliche halboffene Feldlandschaft dient heute der Naherholung. Besonders Radfahrer nutzen das „Tor zur Barnimer Feldmark“ gern auch als Ausgangspunkt für Wochenendausflüge ins Berliner Umland. Neben der Touristikinformation Barnimer Feldmark e. V. gibt es dezentrale, über das Gebiet des Regionalsparks verteilte Informationsstellen. Diese halten unter anderem jeweils Informationen über Wanderwege und Veranstaltungen wie das Regionalparkfest im Sommer bereit.

Malchow:

Malchower See

Gründungsdatum des ehemaligen Straßendorfes ist vermutlich das Jahr 1230. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel erwarb die Stadt Berlin das Gut und nutzte große Flächen als Rieselfelder. Durch das Groß-Berlin-Gesetz wurde der ehemals eigenständige Vorort Ende der 1920er Jahre dem Berliner Stadtteil Weißensee angegliedert, behielt aber seinen ländlichen Charakter. Die im 13. Jahrhundert errichtete frühgotische Feldsteinkirche im Ort wurde in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges von Wehrmachtsangehörigen gesprengt.

Im Malchower See wurde bis in die 1960er Jahre Fischzucht betrieben. Heute dient der See und seine Umgebung der Naherholung. 1991 wurde auf dem Gelände eines ehemaligen märkischen Bauernhofes mit dem Aufbau einer Naturschutzstation begonnen. Aus einer alten Stallung entstand eine Ausstellungshalle mit Anschauungs- und Lehrmaterial, aus einem ehemaligen Küchentrakt das „Storchencafé“. Eine besondere Attraktion ist der Blick direkt in eine „Storchenkinderstube“ über Video.

Wartenberg:

ehemalige Kirche

Vermutlich zeitgleich mit Falkenberg entstanden, wurde das Angerdorf Wartenberg urkundlich 1270 als „Bernhardus de Wartenberge“ erstmalig erwähnt. Das Gut Wartenberg wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach seinen Besitzer, ehe es 1882 von der Stadt Berlin zur Anlage von Rieselfeldern aufgekauft wurde. Die im 13. Jahrhundert in Feldsteinbauweise errichtete Dorfkirche galt unter Kennern wegen seiner ursprünglichen Bauweise in Form eines quadratisches Langhaus als schönste Kirche Berlins. Am 21. April wurde sie von der Deutschen Wehrmacht gesprengt. Erst im am 19. Januar 2000 wurde an anderer Stelle ein modernes neues Kirchengebäude feierlich eingeweiht.

Durch das Groß-Berlin-Gesetz von 1920 verlor auch Wartenberg seine Eigenständigkeit und ging in den Berliner Stadtbezirk Weißensee auf. In unmittelbarer Nähe entstanden in den folgenden Jahren Kleingartenanlagen und der Ortsteil „Siedlung Wartenberg“. Im östlich angrenzenden Naturschutzgebiet „Wartenberger - Falkenberger Luch“ brüten heute 35 Vogelarten. Mit dem Wohnungsbauprogramm der 1980er Jahre wuchs die Plattenbausiedlung „Neu-Hohenschönhausen Süd“ auf einer Fläche ehemaliger Rieselfelder im Süden bis an den Ortsrand heran. Rund um den alten Dorfanger entstanden in den folgenden Jahren zahlreiche ein und Mehrfamilienhäuser.

Falkenberg:

Das einstige Straßendorf entstand vermutlich als bäuerliche Siedlung im selben Zeitraum wie seine Nachbarorte Falkenberg und Wartenberg, wurde aber erst 1370 in einer Urkunde des Markgrafen Otto des Faulen schriftlich erwähnt. Die Besitzer wechselten im Laufe der Jahrhunderte mehrfach. 1791 wurde Falkenberg von Marie-Elisabeth von Humboldt - Mutter von Wilhelm und Alexander von Humboldt - erworben. Sie ließ 1795 die alte Dorfkirche im Stil des Klassizismus umgestalten. Die Kirche ereilte in den letzten Kriegstagen dasselbe Schicksal, wie das der Kirchen in den anderen beiden heute zum Stadtteil Hohenschönhausen gehörenden Ortschaften.

Sehenswert im Ort ist heute unter anderem der wiederhergestellte Gutspark mit Teich. Das ehemalige Gutshaus ist heute leider nicht mehr erhalten. Auf dem Friedhof erinnert eine Gedenkmauer an Marie-Elisabeth von Humboldt. Seit Ende der 1970er Jahre steht ein Gutsarbeiterhaus Tierheim Berlinaus dem Jahr 1856 unter Denkmalschutz. Die „Dorfkate Falkenberg“ ist heute ein kiezbezogenes Dorfzentrum. Es beherbergt u.a. eine Denkmalstube, das "Café Lehmsofa", einen Ausstellungsraum für regionale Künstler und ist Sitz des Fördervereins Landschaftspark Nordost e.V..

Nördlich von Falkenberg befindet sich das Tierheim Berlin. Mit einer Fläche von 16 ha zählt es zu den größten Europas.